Amphibienzaun Triererstraße

Amphibienzaun - Triererstraße, Hürther Berg, Alt-Hürth

Der BUND Hürth organisiert mit Anwohnern und Freiwilligen den Amphibienschutzzaun an der Triererstr. in Alt-Hürth.

Das Problem

Die Triererstraße durchschneidet den Grünraum *Hürther Berg* und gefährdet die Wanderung der Erdkröten zum Adolf-Dasbach Weiher, in dem sie sich jedes Frühjahr fortpflanzen.

Über das Jahr verteilen sich die Erdkröten im Wald und breiten sich auch bis über die Triererstraße aus. Im Frühjahr kommen sie dann alle zugleich zurück zu ihrem Laichgewässer und müssen dabei die Triererstraße überqueren. Auch der relativ wenige Verkehr hier ist für die meisten Tiere tödlich.

Ein weiteres Problem ist, dass die andere Straßenseite nur an zwei Stellen durchlässig ist, da der Hang des Hürther Bergs mit sog. L-Steinen gehalten wird. Das zwingt viele Erdkröten eine lange Strecke auf dem Fußweg zurückzulegen, was für sie gefährlich ist. Manchmal kehren sie auch um und laufen wieder auf die Straße. Hinzukommen die hohen Bordsteinkanten, die für die kleinen Tiere eine zusätzliche Hürde darstellen. Insbesondere bei schnell fahrenden Autos kann das für die Tiere tödlich sein, da diese schon durch den Luftdruck der vorbeifahrenden Fahrzeuge getötet werden können.

Die Lösung

Derzeit ist die Lösung, dass wir während der Hinwanderung zum Laichgewässer einen Amphibienzaun an der Triererstraße aufstellen. Dieser wird dann täglich von engagierten Bürgern kontrolliert und die Amphibien werden über die Straße getragen. Durch etliche Wege und Zufahrten ist die Strecke nicht durchgängig abzusichern, daher wird auch Abends die Straße abgegangen und Tiere, die auf dem Weg und Straße sind, eingesammelt. Eine permanente Lösung in Form von festen Barrieren und Kleintiertunneln an der Triererstraße wäre eine Maßnahme. Hier ist die Stadt Hürth gefragt.

Eine Verkehrsberuhigung wäre ebenfalls wünschenswert. Das würde nicht nur die Tiere schützen, sondern auch die Anwohner:innen entlasten.

Die Rückwanderung wird nicht abgesichert, da die Reproduktion stattgefunden hat. Die Rückwanderung erfolgt dazu auch meist spät nachts und eher einzeln.
Aber auch dabei gibt es jedes Jahr etliche Verkehrsopfer unter den Erdkröten.

Projektbeteiligte: