Amphibienzaun - Berrenrather Straße, Grüngürtel Köln

Jedes Jahr im Frühjahr stellt der BUND Köln/Hürth und NABU Köln einen Krötenzaun an der Berrenratherstr. im Grüngürtel auf.

Amphibienzaun Berrenratherstr früh morgens

Das Problem

Der Decksteiner Weiher im Kölner Grüngürtel ist ein Laichgewässer von Erdkröte und Grasfrosch. Erdkröten sind relativ häufig im Grüngürtel, Grasfrösche gibt es nicht viele, sind aber auch vorhanden.
Über das Jahr verteilen sich die Erdkröten im Wald und breiten sich auch bis über die Luxemburgerstr im Süd-Osten aus.
Im Frühjahr kommen Sie dann alle zugleich zurück zu Ihrem Laichgewässer und müssen dabei die Berrenratherstr. überqueren.
Die Berrenrather ist sehr stark befahren und die Krötenwanderung beginnt bereits direkt nach Anbruch der Dunkelheit und kollidiert dann mit dem Berufsverkehr. Dabei ist die Mortalität von Erdkröten und Grasfrosch sehr hoch.

Die Lösung

Derzeit ist die Lösung, dass wir während der Hinwanderung zum Laichgewässer einen Amphibienzaun an der Berrenrather Str. aufstellen. Dieser wird dann täglich von engagierten Bürger kontrolliert und die Amphibien über die Straße getragen.
Eine permanente Lösung in Form von festen Barrieren und Kleintiertunneln unter der Berrenrather Str. wäre ein weiterer Schritt. Hier ist die Stadt Köln gefragt.
Die Rückwanderung wird aus Kapazitätsgründen nicht abgesichert, da die Reproduktion dann auch gesichert ist. Diese erfolgt dazu auch meist spät nachts und eher einzeln. Aber auch dabei gibt es jedes Jahr etliche Verkehrsopfer unter den Erdkröten.

Aktuell

Auswertung 2026

Der Zaun wurde am 20.3.2026 abgebaut, etwas früher als letztes Jahr.

Insgesamt wurden 509 Erdkröten gezählt.
Dazu kamen leider auch wieder mindestens 30 Verkehrsopfer, die trotz Zaun überfahren wurden.

Der mittlere Abschnitt im Waldstück war auch dieses Jahr der Bereich mit den meisten Tieren.

Insgesamt waren es deutlich mehr Erdkröten als im letzten Jahr. Allerdings auch nur Erdkröten, GRasfrösche oder Molche sind gar nicht mehr dabei.

Vielen Dank an alle Helfer*innen!

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